Schmetterlinge im Bauch, lustvolle Schwindelgefühle, impulsive Zärtlichkeit und sehnsuchtsvolle Leidenschaft: solange der Mensch existiert, sehnt er sich nach diesen Zuständen. So auch unser Komponist Robert Schumann. Ihn faszinierte die Geschichte einer Elfe – namens Rose -, die lieben wollte und deswegen zur Erde reiste. Ihre Erfahrungen dabei sind wunder-schön und grausam zugleich. Das Setting dieses Musikstücks: der Frühling, ein romantischer Wald für einsame Herzen und eine Mühle als Ort euphorischer Lebenslust … Das Sinfonieorchester der RSH folgt Schumann in den Wald und spielt „Der Rose Pilgerfahrt“ dort, wo es vor mehr als 150 Jahren entstanden ist: in Düsseldorf.
Montag, 17.5.2010 20 Uhr
Ernst von Marschall, Dirigent
Schumann, Requiem für Mignon op. 98b
In die Zukunft gucken, kann keiner, heißt es. Deswegen
wagen wir einen Rückblick: Vor 16 Jahren war
Kay Stiefermann Oboist im Jugendsinfonieorchester
Düsseldorf. Inzwischen ist er zu einem gefeierten
Bariton an der Hamburger Staatsoper und in Wien
geworden und kommt im Big Bang zurück zu seinen
Wurzeln. Gemeinsam mit der gefeierten Alexandra
von der Weth, dem Jungen KonzertChor und dem
JSO werden zwei romantische REQUIEMS trostbringend
auf die Bühne gebracht.
So - 24. Januar - 16 Uhr
Was machen junge Musiker in NRW, die nicht wie die Tonhalle ein eigenes Jugendsinfonieorchester haben? Richtig, sie gehen, wenn sie gut sind in das Landesjugendorchester. 14 bis 22 Jahre sind die Orchestermusiker dort alt und viele Mitglieder werden später Berufsmusiker: bis in die Solopositionen bei den Berliner Philharmonikern verschlägt es die LJO-Musiker.
Jetzt feiert das Orchester richtig klassisch in der Tonhalle Geburtstag: mit Werken von Bartok, Haydn und Tschaikowsky am Sonntag, 24. Januar um 16 Uhr.
5,- Karte kaufen
Sie haben was Großes dabei: Größer noch als die Riesen, Godzilla und King Kong, mit denen sie das letzte Mal da waren. Die Rede ist von den Studierenden der Robert Schumann Hochschule, die am 24. November in die Tonhalle kommen. Im Gepäck haben sie Gustav Mahlers 6. Sinfonie. Was aber holen sie mit der 6 aus dem Koffer? Nun ja. 5 Flöten, 5 Oboen, 5 Klarinetten, 5 Fagotte, 8 Hörner, 6 Trompeten, 4 Posaunen, 2 Pauken und 5 Schlagzeuger, 4 Harfen, 3 Celesta, 30 Geigen und 12 Bratschen, 10 Celli und 8 Bässe. Das ergibt dann also einen satten Sound. Die Reihe heißt ja auch BIG BANG
Das Spannende: Mahler wurde nie so richtig fertig mit seiner kolossalen Komposition - das hat auch einen Grund: In keinem seiner Werke zeigt er so viel von seinem Innenleben, seiner Seele, seinem Schmerz. Dann wird nachvollziehbar, warum er nie aufgehört hat, etwas zu verändern, denn die innere Entwicklung eines Menschen hört nie auf.
Zuhörer erleben live die Tiefen, die Abgründe, die Sorgen und auch die Hoffnungen, innerliches Zerrissensein zwischen dem Göttlichen und dem Teuflischen. In Rüdiger Bohns - dem Dirigent des Hochschulorchesters - Worten: "Eine Musik zwischen Vision und Wirklichkeit, zwischen dem "der Welt abhanden kommen und ihr nicht entfliehen können."
Das Schicksal für nur 5,-
Einen einmaligen Abend erlebete das JSO am 8. Nov in der Tonhalle. - AUSVERKAUFT leuchtete an den Abendkassen vielen Gästen entgegen, die leider umsonst gekommen waren. Auf dem Programm stand Musik aus "Good old Europe" und aus dem Iran. Der kurdische Musiker Hoshang Kamkar ließ persischen Flair in der Tonhalle aufleuchten und die junge Geigerin Charlotte Wonkorow legte einen brillianten Paganini hin. Bejubelter Höhepunkt war aber die mitreißende Aufführung von Beethovens 5. Symphonie. Lang anhaltender Jubel aus der voll besetzten Tonhalle. Weiter so JSO!
Sechs mal im Jahr - und jedes Mal für 5 Euro auf allen Plätzen - spielen junge Musiker für Junge und jung Gebliebene. „Big Bang“ - Urknall - heißt die Reihe, in der Du die spannenden ersten Schritte vielleicht künftiger Berufsmusiker auf einem großen Konzertpodium verfolgen kannst.